Geschichte im Überblick

Die Schülerunion wurde am 29. September 1973 mit dem Namen „Union Höherer Schüler“ gegründet und setzte es sich zum Ziel für die Interessen der Schülerinnen und Schüler Österreichs zu engagieren. Am Anfang engagierte man sich mit Themen wie: Raucherzimmer, Leistungsbeurteilung, Matura, Schülervertretung und Schulordnung.

 

Sehr schnell machte sich die Schülerunion einen Namen in der Öffentlichkeit und stellte 1982 zum ersten Mal den Bundesschulsprecher. 1994 wurde die damalige „Union Höherer Schüler“ zu Schülerunion unbenannt, um sich auch für Berufsschülerinnen und Berufsschüler zu öffnen. Über die Jahre hinweg wurden viele Forderungen vertreten und von der Politik verwirklicht, neue Forderungen aufgenommen, Aktionen durchgeführt und das Serviceangebot ausgeweitet, genauso wie die Arbeit in der Schülervertretung erfolgreich verfolgt.

 

Die Schülerunion hat in den vergangenen Jahren einige große Erfolge erzielt, wie beispielsweise die Verschiebung der Zentralmatura, die Einführung eines Bundesschulgemeinschaftsausschusses oder die Einführung von günstigen Öffi-Tickets für Schülerinnen und Schüler in einigen Bundesländern. Durch nachhaltiges Arbeiten knüpft die Schülerunion an dem an, was bis jetzt war und ist bemüht, auch in Zukunft bestmögliche Arbeit für die Schülerinnen und Schüler Österreichs zu leisten.

 

Die folgende Liste bietet einen Blick in die Vergangenheit der Schülerunion.

1973-1975

Bundesobmann: Christian Raming

Bei der konstituierenden „Hauptversammlung“ am 29. September 1973 wurde der Kärntner Christian Raming zum Bundesobmann gewählt. Die Aufbauarbeit auf Bundesebene und in den Ländern war von einer ständigen politischen Konfrontation mit dem „Roten Schülerbund“ gekennzeichnet. Christian Raming war der Leiter des Büros des Kärntners Landeshauptmanns Christof Zernatto bis zu dessen Amtsabtritt.

1975-1976

Bundesobmann: Günther Ofner

Am 5. April 1975 wurde der Burgenländer Günther Ofner zum Bundesobmann gewählt. In seiner Amtszeit gelang es, Landesorganisationen in allen neun Bundesländern zu etablieren. Die Schulpolitik der UHS stand damals im Zeichen harter Auseinandersetzung mit Unterrichtsminister Fred Sinovatz (SPÖ). Die Themen: Raucherzimmer, Leistungsbeurteilung, Matura, Schülervertretung, Schulordnung. Im Schülerbeirat des Unterrichtsministeriums setzte sich die Dominanz der UHS voll durch, auch wenn auf der „anderen Seite“ profilierte Schülervertreter standen, wie zB Rudi Dolezal, ein Teil des heute weltweit erfolgreichen Pop-Produzenten-Duos „Rossacher & Dolezal“.
Im Jahr 1976 fand der erste Schülerkongress der UHS statt. Günther Ofner war Mitarbeiter der Politischen Akademie und des ÖAAB und krönte seine politische Laufbahn vorerst mit der Funktion des Vizepräsidenten der Bundesarbeitskammer. 1994-2004 war er Vorstandsmitglied der Burgenländischen Energiewerke AG (BEWAG), dann CEO der UTA Telekom AG, danach Vorstand der Burgenland Holding AG und CEO EVN Macedonia Holding und der EVN Albania. Derzeit ist er Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG.

1976-1979

Bundesobmann: Othmar Karas

Auf Ofner folge bei 4. Bundestag am 12. Juni 1976 der niederösterreichische AHS-Landesschulsprecher Othmar Karas. Er absolvierte die bisher längste Amtszeit, er blieb bis zum Oktober 1979. In seinem Vorstand arbeitete unter anderem auch Johannes Hahn, (später Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien) mit. Aussagen von Unterrichtsminister Sinowatz („Die UHS ist in Wahrheit gleich Null!“, profil) und dem damaligen Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend, Josef Ackerl („An den Schulen wird es uns hoffentlich gelingen, die von den CV-Professoren geförderte Vorherrschaft von UHS und MKV zu brechen.“) zeigten, dass die SPÖ versuchte, die Erfolge der UHS zu bagatellisieren. Der Zentralsekretär der SPÖ, Karl Blecha, gründete damals das SSZ, das Sozialistische Schülerzentrum, um der UHS ein Gegengewicht zu bieten. Damals legte die UHS auch ein Konzept für Einrichtung einer überregionalen Schülervertretung vor, das aber von Minister Sinowatz abgelehnt wurde. Um den Bereich der Schülerzeitungen abzudecken, wurden erstmals Schülerzeitungs-Seminare durchgeführt, die Österreichweite Schülerzeitung „Klartext“ wurde gegründet. Othmar Karas war nach seiner Schülervertreterzeit in der politischen Abteilung der ÖVP-Bundespartei tätig. Als Bundesobmann der Jungen ÖVP zog er in den Nationalrat ein und übte diese Funktion für neun Jahre aus. Nachdem er seit 1995 als Generalsekretär der ÖVP gewirkt hatte, zog er 1999 ins Europäische Parlament (EP) ein.

1979-1981

Bundesobmann: Karl Schwabe 

Am 21. Oktober 1979 wurde der Kärntner Karl Schwabe Bundesobmann, ebenfalls ehemaliger Landesschulsprecher. Zur Durchsetzung eines Schülervertretergesetzes (SchVG) verteilte die UHS in Karl Schwabes Amtszeit 100.000 Flugblätter, führte Informationsveranstaltungen durch und richtete eine Petition an das Präsidium des Nationalrates. Schließlich gelang es der UHS, einige Änderungen der Gesetzesvorlage von Sinowatz durchzusetzen. Die SPÖ, die damals über eine absolute Mehrheit im Nationalrat verfügte, schlug damals vor, die Integrierte Gesamtschule einzuführen. Unter dem Motto „Vielfalt statt Eintopf – Ja zur AHS“ startete die UHS einige Protestaktionen uns sammelte 35.000 Unterschriften für die Beibehaltung des differenzierten Schulsystems.

1981-1983

Bundesobmann: Werner Suppan

Ihm folgte am 4. Oktober 1981 Werner Suppan, wie Karl Schwabe ein Kärntner. Der damals gebildete Bundesschülerbeirat (BSB) wählte allerdings einen deklarierten UHS-Gegner zum Vorsitzenden. In seiner Periode entstand das „Seminarprojekt“, das mit dem Aktionstag seine Basis hat. Hin zum Schüler war die Devise, Aktionismus gefragt. Die Neuorientierung erwies sich als erfolgreich: Der nächste Bundesschulsprecher kam von der UHS. Ein Mitarbeiter des Bundesvorstand, Wolfgang Bergmann, erstellte eine umfassende Bilanz über Minister Sinowatz, die den in der Öffentlichkeit sympathisch und kompetent wirkenden Politiker als Schülerfeind und rücksichtslosen Unterrichtsminister entlarvte. Wolfgang Bergmann ist übrigens der Öffentlichkeitsarbeit treu geblieben: Er ist heute Pressesprecher der Erzbischofs Christoph Kardinal Schönborn. Gegen den „Schularbeiten-Erlass“, der eine Reduktion der Zahl der Schularbeiten vorsah, lief die UHS Sturm. Sinowatz-Nachfolger Helmut Zilk zog diesen Erlass prompt nach Amtsantritt zurück. Damit hatte die UHS den Stellenwert der Schülervertretung erlangt, der ihr zustand. Werner Suppan ist heute Rechtsanwalt.

1983-1985

Bundesobmann: Thomas Uher

Am 2. Oktober 1983 übernahm der Wiener Thomas Uher im 10. Jahr des Bestehens der UHS die Funktion des Bundesobmannes. Der Beginn seiner Amtszeit war unter anderem durch interne Auseinadersetzungen mit den Gründerorganisationen geprägt, bei denen sich aber die Unabhängigkeit der UHS, die heute völlig außer Frage steht, durchgesetzt hatte. Aus dem „Klartext“ wurde das „Österreichische Schülerblatt“, das auch den Wandkalender beinhaltete. Die schulpolitische herausragendste Neuerung war die Aufwertung des Schul-Gemeinschafts-Ausschusses (SGA), womit die UHS ihr schulpartnerschaftliches Prinzip fördern konnte. Die Verbesserung der internen Kommunikation, die Intensivierung der Seminarprojektes sowie die Durchführung eines Schülerkongresses bildeten die Schwerpunkte der Arbeit seines Bundesvorstandes. Thomas Uher ist heute im Vorstand der Erste Bank.

1985-1987

Bundesobmann: Ralf Böckle

Beim 13. Bundestag am 6. Oktober 1985 wurde der Vorarlberger Ralf Böckle, ehemaliger Bundesschulsprecher und Stellvertreter von Thomas Uher, Bundesobmann. Er legte ein Forderungspaket zur HAK-Reform unter dem Titel „Weg mit Steno – her mit der Reform!“ vor. In seiner Zeit gaben sich die Unterrichtsminister die Klinke in die Hand: Auf Zilk folgte Moritz, dieser wurde von Hilde Hawlicek beerbt. Dem HAK-Reformpapier folgten Konzepte zur Reform der AHS-Oberstufe und der HTL. Abgewehrt wurde ein Anschlag des Ministeriums auf die Berufsberechtigungen der HTBLA-Absolventen.

1987-1989

Bundesobmann: Klaus Schöffmann

Die Zeit der Demonstrationen erlebte einen Höhepunkt unter Klaus Schöffmann, Bundesobmann ab 18. Oktober 1987. Der Kärntner war nur wenige Tage nach seiner Wahl mit den umfangreichsten Studentendemonstrationen seit 1968 konfrontiert. Über 10.000 Schüler solidarisierten sich spontan mit den Studenten und boykottierten den Unterricht. Grund für die Protestaktionen war unter anderem Hilde Hawlicek, die wiederholt Zusagen gebrochen hatte und ihre Unfähigkeit in Verhandlungsführung und schulpolitischen Belangen bewies. Geplante Kürzungen im Schulbereich mussten zurückgenommen werden, die Klassenschülerhöchstzahl wurde auf 30 reduziert. Neben den schulpolitischen Ereignissen stand das Seminarprojekt im Mittelpunkt der UHS-Arbeit. Auch der Projektunterricht wurde „salonfähig“ gemacht.

1989-1991

Bundesobmann: Roman Kunyik

Am 22. September 1989 folgte Roman Kunyik, zuvor Wiener Landesobmann und AHS-Landesschulsprecher, als Bundesobmann nach. In seiner Zeit machte die UHS die ersten Versuche zur Durchführung einer Schulsprecherdirektwahl, die heute Gesetz ist. Im Umweltbereich startete die UHS eine Unterschriftenaktion „Stoppt Bohunice!“. Höhepunkt seiner Amtszeit war die Auseinandersetzung um die vom neuen Unterrichtsminister Rudolf Scholten geplante Streichung der Berufsberechtigungen für HAK-Schüler. 12.000 Schüler demonstrierten vor seinem Ministerium, 50.000 Unterschriften konnten gegen diese Maßnahme gesammelt werden. Ergebnis war, dass „Rudi Ratlos“ von seinem Vorhaben große Abstriche machen musste und sich nicht durchsetzte. Seit Roman Kunyiks Amtszeit ist es auch Berufschülern möglich, der UHS beizutreten. Diese Statutenänderung ging Hand in Hand mit einer Aktion zur Reform der Berufsschulen. Das Thema „Politische Bildung“ wurde zu einem Schwerpunkt in dieser Zeit. Zu diesem aber auch zu einigen anderen Themen wurden Broschüren neu produziert oder wieder aufgelegt. Roman Kunyik arbeitet heute im Parlamentsklub der ÖVP als Referent für Bildungspolitik und andere wichtige Themen.

1991-1992

Bundesobfrau: Romy Seidl

Am 29. September 1991 war es endlich soweit: Beim 19. Bundestag in Schwarzach im Pongau wurde die erste Bundesobfrau gewählt: Die Salzburgerin Romy Seidl, zuvor AHS-Landesschulsprecherin. In ihrer Zeit führte die UHS die bis dahin größte Umfrage durch: die Neugestaltung der Ferienordnung – ein bis heute aktuelles Thema. Die Ergebnisse unter Oberstufenschülern in ganz Österreich brachte der UHS österreichweit eine hohe Medienaufmerksamkeit: Tages-Zeitungen, Magazine, Agenturen sowie unzählige Sendungen in Hörfunk und Fernsehen – natürlich auch Beiträge in der Zeit im Bild -beschäftigten sich mehrmals mit einer möglichen neuen Ferienregelung. Die Union Höhere Schüler gab den Anstoß für diese anhaltende öffentliche Debatte. Wissenschafter, Lehrer- und Elternvertreter, Landesschulräte und klarerweise das Unterrichtsministerium beteiligten sich an den Diskussionen. Die Forderungen damals: autonome freie Schultage, Herbstferien und eine Umgestaltung der Sommerferien. Zudem startete Romy Seidl während ihrer Obfrauschaft Europa-Aktivitäten in allen Bundesländern, erstmals im März 1992 hat die UHS Europatage durchgeführt mit Informationsveranstaltungen eigens auf Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Und ebenfalls im März 1992 ein weiterer Erfolg: die UHS wurde vollwertiges Mitglied des Österreichischen Bundesjugendringes. Diese Aufnahme wurde 1975 zum ersten Mal beantragt, danach einige weitere Male erfolglos. Romy Seidl hat es nach vielen Jahren unter enormen persönlichen Einsatz neuerlich probiert und geschafft. Ab diesem Zeitpunkt waren zumindest die großen Geldsorgen vorbei: Die Schülerunion bekommt seither jährlich die Förderung der Bundesregierung als anerkannte Schüler-Interessensvertretung so wie andere großen Jugendorganisationen auch. Nach ihrem Engagement in der Schülervertretung war Romy Seidl zwei Jahre lang stellvertretende ÖH-Vorsitzende an der Universität Wien. Heute arbeitet sie als Journalistin im ORF-Landesstudio Salzburg und ist Präsidentin vom Überparteilichen Frauen-Netzwerk Medien.

1992-1994

Bundesobmann: Feri Thierry

Mit 26. Oktober 1992 übernahm der Wiener Feri Thierry, ehemaliger Landesobmann der UHS-Wien, das Ruder im letzten Bundesvorstand der „Union Höherer Schüler“. Seine Amtszeit stand im Zeichen der Erneuerung. Mit der Beziehung eines neuen Büros wurde nicht nur die Infrastruktur erneuert, auch die Organisations-Struktur wurde verbessert. So wurden mit der Wienerin Nina Slana die erste Bundessekretärin der Schülerunion bestellt und schwache Landesorganisationen wieder gestärkt. Inhalt und Erscheinungsbild des Schülerblattes wurden vollkommen reformiert. „Veto“ war der neue Titel des verstärkt jugendorientierten Schülerblattes. Neu waren außerdem der zweiwöchentliche Schulsprecherbrief, eine Europa-Broschüre, das „Europa Planspiel“, eine Neuauflage des Schülervertreter-Handbuches, ein Leitfaden zur Durchführung von Aktionen an den Schulen und eine Berufsschul-Broschüre. Große Aktionen waren der erste Schülerkongress in Rauris, der heute schon Tradition ist, und eine Reise von 120 Schulsprechern nach Brüssel kurz vor der EU-Abstimmung. Im schulpolitischen Bereich machte die UHS mit einem Schulbuchberg vor dem Bundeskanzleramt, mit einem offenen Brief zum Thema „Wunschprüfung“ an Unterrichtsminister Scholten und mit der Forderung nach leistungsorientierter Lehrerbezahlung auf sich aufmerksam. Pressesprecher Florian Nowak erstellte eine Bilanz über die Tätigkeit Minister Scholtens, die mit einem „Nicht genügend“ zusammengefasst werden musste. Die Arbeit der UHS in dieser Zeit wurde bei den Wahlen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit in der Bundesschülervertretung belohnt. Zur inneren Reform der UHS wurde der Arbeitskreis, „UHS 2001“ eingerichtet, der dann schließlich zum Antrag auf Namensänderung der Union Höherer Schüler aus Schülerunion führte. Feri Thierry wurde nach seiner Zeit als Bundesobmann der Schülerunion, Bundesobmann der Aktions-Gemeinschaft.

1994-1995

Bundesobmann: Alexander Rösch

Im Rahmen des 22. Bundestages in Wien am 18. September 1994 wurde der Vorarlberger Alexander Rösch zum Bundesobmann gewählt. An diesem Bundestag wurde die UHS mit einer knappen Zwei-Drittel-Mehrheit in „Schülerunion“ umbenannt. Das Amtsjahr von Alexander Rösch war geprägt vom „Schülerbegehren“, das von 13.000 Schülern unterzeichnet wurde. Die damals übrigens ganz frisch im Amt stehende Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer zeigte sich „überrascht über die große Zustimmung“ und es gab postwendend den ersten Erfolg des Schülerbegehrens: Die Wunschprüfung, die Schüler bis dahin zwei Wochen im vorhinein vereinbaren hatten müssen, während Lehrer innerhalb von zwei Tagen Prüfungen festsetzen konnten, wurde in dieser Form abgeschafft. Heute müssen sowohl Schüler als auch Lehrer eine Prüfung „einen angemessenen Zeitraum“ – also etwa eine Woche vor ihrer Durchführung ankündigen! Außerdem legte der Bundesvorstand unter Alexander Rösch die große Broschüre „Schule in Aktion“ auf. In dieser Broschüre ging es um Aktionen und Projektmanagement. Sie war eine der erfolgreichsten Broschüren aller Zeiten und erfreute sich großer Beliebtheit. Alexander Rösch ist heute Jurist.

1995-1996

Bundesobmann: Andreas Piewald

Im September 1995 wurde der Niederösterreicher Andreas Piewald in Klagenfurt neuer Bundesobmann der Schülerunion. Er war ein Stellvertreter von Alexander Rösch gewesen. Seine Arbeit stand ganz im Zeichen des „Forderungspapiers der Österreichischen Schüler and die Bundesregierung“. Dort ging es um die „Politische Bildung“, um die Abschaffung der Pragmatisierung, ums Rauchen, die Abschaffung der Schulbuch- und Freifahrtsselbstbehalte, die Sanierung desolater Schulbauten, eine Reduktion der Klassenschülerhöchstzahl, die Teilrechtsfähigkeit für Schulen, Anrechnung von Auslandssemestern, einen Ausbau der Schulautonomie, Reform der Notengebung und mehr Praxisunterricht in den BMHS. Dieses Forderungspapier wurde unter großem Interesse der Öffentlichkeit an die Spitzenrepräsentanten der Republik übergeben und vieles, was von Andreas Piewald hier gefordert wurde, ist – zum Besten der Schüler Österreichs – bereits verwirklicht! Andy studierte Betriebswirtschaft an der WU Wien und ist Gründer und Leiter des „Jugendzentrum Pulverturm“ in seiner Heimatstadt Krems.

1996-1997

Bundesobmann: Christian Tesch

Als Nachfolger von Andreas Piewald wurde sein Stellvertreter Christian Tesch in Linz zum Bundesobmann 1996/97 gewählt. Er ist ebenfalls Niederösterreicher. In seiner Ära wurden viele Forderungen aus dem Schulbegehren durchgesetzt. Außerdem wurde unter Christian Tesch das inhaltliche Interesse und die Teilnahme am Meinungsbildungsprozess innerhalb der Schülerunion gestärkt. Christian Tesch war nach seiner Zeit in der Schülervertretung zehn Jahre lang Gemeinderat in seiner Heimatstadt Krems und dort unter anderem für Jugend zuständig. Von 2004 bis 2010 war er Landesgeschäftsführer der Jungen Volkspartei Niederösterreich.

1997-1998

Bundesobmann: Roman Heidinger

Wiederum ein Bundesobmann-Stellvertreter, der Wiener Roman Heidinger, wurde im September 1997 in Krems zum Bundesobmann gewählt. In seiner Amtszeit führte die Schülerunion einen Ideenwettbewerb zum Thema „Europa“ durch, für den als Preise für die besten Einsendungen eine Brüsselreise winkte. Tatsächlich konnten viele Schüler für dieses Thema begeistert werden und die Brüsselreise war für alle, die teilnahmen, ein unvergessliches Erlebnis. Unter Roman Heidinger starteten Schülerunion und Bundesschülervertretung auch das „Bündnis für Bildung“ – eine österreichische Aktion, die auf die Wichtigkeit von Bildung aufmerksam machte. Roman Heidinger studierte Recht an der Uni Wien.

1998-1999

Bundesobmann: Lukas Mandl

Am 20. September 1998 wurde Lukas Mandl, der zuvor dreieinhalb Jahre lang Landesobmann der Wiener Schülerunion gewesen war, in Dornbirn zum Bundesobmann gewählt. Unter ihm bewährte sich die Schülerunion schon im Herbst im „großen Kampf um die Schulveranstaltungen“, als die Lehrergewerkschaft Schikurse, Sportwochen usw. boykottierte. Mandl stellte seine gesamte Amtszeit unter das Schwerpunktthema „Schulpartnerschaft“ und schaffe so den ersten bundesweiten Schulpartner-Gipfel, an dem auch die damalige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer teilgenommen hat, der ein „gemeinsames Grundbekenntnis zur Schulpartnerschaft“ verabschiedet hat. Die Schülerunion konnte bei den Wahlen zu den Landesschülervertretungen im Jahr 1999 einen bis dahin nie dagewesenen Erfolg erzielen. Die Schülerunion gewann vier Sitze in der Bundesschülervertretung und hielt nach den Wahlen bei 25 von 30 Sitzen. Grob umrissen, was in der Amtsperiode des Mandl-Bundesvorstands 1998/99 außerdem passierte: Schülerkongress Rauris erstmals mit mehr als 200 Teilnehmern, Mitarbeiterpackage, Text einer neuen „Schule in Action“-Broschüre uvm.

 

Im Jahr 2000 setzte Lukas Mandl die Initiative zur Gründung der „Freunde der Schülerunion“ als Förderverein und Netzwerk und betreute deren operative Arbeit bis 2003. Heute ist Lukas mit Kristina Mandl (geb. Martin) verheiratet. Die beiden haben einander mittelbar durch die Schülerunion kennen und lieben gelernt. Sie haben zwei Töchter namens Lisa (Jg. 2005) und Lena (Jg. 2007). Lukas Mandl wurde im Jahr 2008 durch Vorzugsstimmen in den Niederösterreichischen Landtag gewählt und arbeitet außerdem als Universitätslektor, Kommunikationsberater und Texter.

1999-2000

Bundesobfrau: Silvia Fuhrmann

Am 19. September 1999 wurde die burgenländische Silvia Fuhrmann als zweite Frau in der Geschichte der Schülerunion in das Amt des Bundesobmanns gewählt. Sie war zuvor Landesobfrau der Burgenländischen Schülerunion, Landesschulsprecherin und Bundesschulsprecher-Stv. gewesen. Unter Fuhrmann wurde die Idee der europäischen Schülerunion geboren, die 2014 realisiert wurde.

Nach der Hälfte der Amtsantritt wechselte sie als Bundessekretärin zur Jungen ÖVP, anschließend war sie Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Sie wurde außerdem in den Nationalrat gewählt, wo sie als Kultursprecherin der ÖVP fungierte.Ihr folgte Stefan Friedrich als geschäftsführender Bundesobmann nach. Friedrich brachte in seiner Amtszeit Ordnung in die Schülerunionsfinanzen und machte sich daran, die überschuldete Organisation wieder geschäftsfähig zu machen.

 

„Freunde der Schülerunion“:
Im Jahr 2000 gründete Ex-Bundesobmann Lukas Mandl zusammen mit einigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die „Freunde der Schülerunion“ als Förderverein und Netzwerk.

2000-2001

Bundesobmann: Michael Höfler

Am 17. September 2000 wurde in Schladming der Niederösterreicher Michael Höfler, der schon im Vorstand unter Silvia Fuhrmann als internationaler Sekretär tätig war, zum Bundesobmann gewählt. Höfler nütze sein Jahr zur erfolgreichen Reanimierung dreier nicht existenter Landesorganisationen und konnte in seinem Jahr mit Sponsoring und Vermarktung der Schülerunion-Publikationen und Veranstaltungen eine positive Bilanz erwirtschaften und übergab die Schülerunion zum ersten Mal seit Jahren mit einem positiven Finanzstand. Mit einer zweiten Großveranstaltung, dem „Let’s start – Wirtschaft macht Schule“ Kongresses, wurde die Kooperation der Schülerunion mit dem Österreichischen Wirtschaftsbund eingeleitet. 240 Schüler hatten die Möglichkeit ihre Forderungen an die Wirtschaft weiterzutragen. In seine Amtszeit fiel auch die Einführung der jahrelangen Forderung nach politischer Bildung an den AHS, sowie die Einführung der Leistungsmappe. Darüberhinaus wurde mit der Aktion „Internet macht Schule“ erstmals das neue Medium Internet in den Fokus der schulpolitischen Forderungen gelegt. Michael Höfler ist nach Studium an der FH Marketing&Sales und Doktorat an der Universität Klagenfurt heute Berater in Österreichs größter und führender PR- und Lobbyingagentur und unterrichtet als Universitätslektor an der WU-Wien sowie der FH Marketing&Sales.

2001-2002

Bundesobfrau: Eva Gollubits

Beim Bundestag im September 2001 in Salzburg wurde die Burgenländerin Eva Gollubits zur Bundesobfrau gewählt.
Sie war im vergangenen Schuljahr als Bundesschulsprecherin tätig gewesen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme von Eva Gollubits wurde im Jänner 2002 Bundessekretärin Rita Sommersguter-Maierhofer zur geschäftsführenden Bundesobrau bestellt.
In diesem Schuljahr wurde in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Wirtschaftsbund der Wirtschaftskongress und der „Best- Practice- Wettbewerb“ durchgeführt. Im Frühjahr wurde die Kampagne „Knock out“ gestartet: diese Aktion richtete sich gegen die schwarzen Schafe unter den Lehrern. Der größte Schülerkongress des Jahres fand erstmals im niederösterreichischen Zeillern statt.

Rita war zuerst parlamentarische Mitarbeiterin von Peter Sonnberger und vom ehemaligen ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon und anschließend Büroleiterin bei ihm. Danach studierte sie Psychologie in Wien und ist mittlerweile selbstständig als ADR Consultant, Mediatorin und Trainerin tätig.

2002-2003

Bundesobmann: Marc Vecsey

Am 30. Bundestag in Tulln wurde der ehemalige Landesschulsprecher Wiens, Marc Vecsey, in einer Kampfabstimmung zum Bundesobmann gewählt.
In seiner Amtszeit wurde die 30-Jahr-Feier der Schülerunion von Bernadett Thaler organisiert. Schulpolitisches Highlight des Jahres war die Stundenreduktionen, die vom Bildungsministerium durchgeführt wurden. Sie hatten Streiks von Lehrern zur Folge.
Die Schülerunion erregte Aufsehen mit einem Leitfaden zur Berufung gegen Nicht-genügend wegen Lehrerstreiks. Der Wirtschaftskongress fand in Klagenfurt statt, der Schülkongress wurde zum zweiten Mal in Zeillern durchgeführt. Beim Best-Practice-Wettbewerb wurden 5 Wirtschaft-Schule-Kooperationen mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Die LSV/BSV-Wahlen verliefen leider weniger erfolgreich: Mit 7 Mandaten wurde ein Tiefpunkt erreicht.
Marc Vecsey hat 2007 sein Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen.

2003-2004

Bundesobmann: Gregor Schütze

Am 31. Bundestag in Murau (Stmk) wird erstmals ein Oberösterreicher, der ehemalige Landesschulsprecher, Gregor Schütze zum Bundesobmann gewählt.
Ihn unterstützte erstmalig ein Bundesgeschäftsführer – der Niederösterreicher Bernhard Adamec. Dieses Jahr steht unter dem Stern von Strukturaufbau und vielen grundsätzlichen Reformen. Das Wort „Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter“ löst den „Funktionär“ ab und Gender Mainstream hält immer mehr Einzug in der Schülerunion. Die Mitarbeiter -Information und –Vernetzung werden durch eine interne Kommunikationsplattform (das “Forum”) verstärkt. Die Trainerausbildung wird reformiert und am Ende des Jahres gibt es in jedem Bundesland eine aktive Landesorganisation. Die Struktur im Burgenland und in Vorarlberg wurde reaktiviert. Der Wirtschaftskongress ist erstmals 3-tägig zum Thema „Wirtschaft und Sport“ in Innsbruck und der Schülerkongress findet erstmals am Weissensee in Kärnten statt und sprengt mit über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern alle bisherigen Rekorde.
Die Schülerunion setzt Schwerpunkte im Bereich „Schule und Gesundheit“, „Berufsschule“ und bringt ihre Vorstellungen in den Verfassungskonvent ein. Auch wird das erste Mal seit langem wieder auf der Straße für mehr Mitbestimmung bei den Verhaltensvereinbarungen demonstriert. Bei den LSV-Wahlen kann der Mandatsstand von 7 auf 13 fast verdoppelt werden und der BMHS-Bereichssprecher in der Bundesschülervertretung wird zurückerobert.

 

Gregor Schütze hat 2007 sein Studium der in Wien abgeschlossen und war bis Anfang 2008 Generalsekretär der Freunde der Schülerunion. Nach Tätigkeiten in der Privatwirtschaft wechselte er im Juli 2008 in das Kabinett von Innenministerin Dr. Maria Fekter und war ihr Pressesprecher.

Bernhard Adamec begann ein Studium des Bauingenieurwesens an der TU Wien und wechselte danach an die Hauptuni Wien um Philosophie zu studieren. Bis Anfang 2008 war er als Finanzreferent der Freunde der Schülerunion tätig.

2004-2005

Bundesobmann: Jürgen Stöttinger

Am 32. Bundestag in Bad Ischl (OÖ) folgte erneut ein Oberösterreicher als Bundesobmann – der ehemalige BMHS-Landesschulsprecher Jürgen Stöttinger übernahm als zweiter UHSler in Folge das Ruder der Schülerunion.
Es war ein überaus erfolgreiches Arbeitsjahr. Zum ersten Mal seit einigen Jahren gab es in jedem Bundesland eine funktionierende Landesorganisation. Vor allem auf den Aufbau von Vorarlberg wurde besonderer Wert gelegt, was angesichts der geographischen Lage (Großteil des Bundesvorstandes in Wien) überaus schwierig war. Die Teilnehmerzahlen der großen Kongresse konnten gehalten werden: 120 Teilnehmer am Wirtschaftskongress in Salzburg und 250 Teilnehmer am Schülerkongress Weissensee.
Endlich konnte auch wieder die Mehrheit in der Bundesschülervertretung gewonnen werden. Istvan Deli aus dem Burgenland wurde im September 2005 mit einer knappen Mehrheit (und sogar einigen Stimmen der AKS) zum Bundesschulsprecher gewählt.
Jürgen Stöttinger ging zurück nach Linz, wo er sein Wirtschaftsinformatik-Studium fortgesetzt und nebenbei Teilzeit für die UHS Oberösterreich gearbeitet hat.

2005-2006

Bundesobmann: Stephan Steinhofer

Den 33. Bundestag hätte es fast nicht gegeben: Der Austragungsort am westlichsten Ende Österreichs sowie ein Jahrhunderthochwasser lösten einigen Widerstand unter den Delegierten aus. Trotz allem fand der Bundestag in Lustenau wie geplant statt. Da der Arlberg komplett gesperrt war, reisten einige Schülerunionisten über München mit dem Auto oder per Schienenersatzverkehr an.
Stephan Steinhofer, früherer Landesobmann des Burgenlands übernahm das Ruder zusammen mit seinem Geschäftsführer Thomas Steinkellner aus Kärnten. Das Bundesvorstandsteam von Steini & Steini umfasste 14 Mitglieder sowie Istvan Deli, den neuen Bundesschulsprecher. Sehr erfreulich war, dass aus jedem Bundesland im Bundesvorstand mindestens ein Vertreter vorhanden war.
Zu den Erfolgen des Jahres zählte unter anderem die erfolgreiche Einflussnahme in die Schulrechtspakete von Ministerin Gehrer. Die Schülerunion hat es hier geschafft, dass einige Paragraphen des Gesetzes aus der Stellungnahme der Schülerunion direkt übernommen wurden. “Unser Wort ist Gesetz”, verkündete der Bundesvorstand anschließend. Weiters wurde die PSYSO-Kampagne für psychologische und soziale Betreuung fortgesetzt.

 

Am Ende des Schuljahres, in einer der letzten Sitzungen vor Auflösung des Nationalrates vor der Wahl, wurde eine langjährige Forderung der Schülerunion beschlossen: “Aus2mach1” – die Zusammenlegung der Semester im Abschlussjahr. Durch gemeinsame Arbeit von Ländern und Bund und durch Bewusstseinsbildung bei Schülern, Lehrern und im Ministerium konnte dieses Ziel erreicht werden.
Im Frühjahr wurde eine bundesweite, groß angelegte Kampagne zum Thema Lehrplanentrümpelung gestartet. Unter dem Motto “Wozu brauch ich das?” wurde eine eigene Website samt Domain angeschafft, tausende Flyer und Sticker verteilt, Pins gepinnt und Plakate aufgehängt. Der Bund und alle Bundesländer führten dieses Großprojekt gemeinsam durch – ein solches Unterfangen hatte es schon lange Zeit nicht mehr gegeben.
Die Mehrheit in der BSV konnte gehalten werden. Matthias Hansy aus Niederösterreich wurde Bundesschulsprecher. Zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt gewann die Schülerunion auch alle drei Bereichssprecher für sich – den AHS-Bereich dank einem glücklichen Münzwurf. Die intensive Arbeit und die gute Kooperation mit den Ländern haben sich somit bezahlt gemacht.
Weiters konnte durch die Unterstützung von Othmar Karas (dritter Bundesobmann der Schülerunion & heute prominenter EU-Parlamentarier) eine Bundesleitung in Brüssel veranstaltet werden, bei der die Bundesleitung gemeinsam die Frühjahrskampagne erarbeitete. Ein Mitarbeiter-Coaching in Kärnten mit 80 Teilnehmern, der Wirtschaftskongress in Retz mit 80 Teilnehmern sowie der Schülerkongress am Weissensee mit 220 Teilnehmern waren die Veranstaltungs-Highlights des Jahres.

 

In der Heimat des Bundesobmanns in Eisenstadt übergab das Team von Steini & Steini im August 2006 schließlich das Ruder an die nächste Generation.

Stephan Steinhofer absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften am Juridicum Wien, arbeitet an seiner Karriere als Rechtsanwalt.
Thomas Steinkellner studierte an der WU Wien Wirtschaft & Recht.

2006-2007

Bundesobmann: Max Krempl

Der 34. Bundestag fand in Eisenstadt im Burgenland statt. Der ehemalige Landesobmann der niederösterreichischen Schülerunion (2003 – 2005) Max Krempl übernahm am 4. September 2006 das Ruder der Österreichischen Schülerunion. Den Aufgabenbereich der Geschäftsführung übernahm die ebenfalls aus Niederösterreich stammende Veronika Pemmer.
Highlights des Jahres waren unter anderem das Mitarbeiter-Coaching, das von nun an Learn 2 Fly tituliert wurde und durch die hohe Teilnehmerzahl ein riesen Erfolg wurde. Der Schülerkongress wurde vom Bundesvorstandsteam 2006/07 wieder zurück ins Schloss Zeillern in Niederösterreich gebracht.
Neben den üblichen Drucksorten gab die Österreichische Schülerunion in diesem Jahr ein österreichweites Jugendmagazin heraus. Vollfarbe, Hochglanz, rund 60 Seiten!
Auch Bildungspolitisch gab es einiges zu tun. So wurde ein offener Brief an Dr. Alfred Gusenbauer veröffentlicht, in dem Max Krempl das Nachhilfeangebot des neu gewählten Kanzlers annahm, bzw. ihn zu einem Rhetorik Seminar der Schülerunion einlud. Zusätzlich machte das Team durch einige Kampagnen wie Gesamtschule oder Tausche Arbeitsplatz auf sich aufmerksam.

Heute ist Max Krempl Stadtrat der Stadt Sankt Pölten.

2007-2008

Bundesobfrau: Martina Kaufmann

Die Steirerin Martina Kaufmann übernahm die Schülerunion beim 35. Bundestag in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten. Mit Unterstützung ihres Teams, allen voran die Bundesgeschäftsführerin Sandra Spörk aus Wien, wurde das Jahr zu einem sehr denkwürdigen für die Österreichische Schülerunion. Mit einer groß angelegten Kampagne gegen Gewalt an Schulen „Blauäugigkeit – Nicht immer passt die Faust aufs Auge!“ präsentierte sich die Schülerunion innerhalb kurzer Zeit in allen Medien – nicht nur in den Heimischen. Mit Aktionstagen zum Thema „Gewalt an Schulen“, neuen Drucksorten und einer Kooperation mit dem „Scary Guy“ positionierte sich die Schülerunion ganz klar gegen das immer größer werdende Problem „Gewalt an Schulen“ – was übrigens auch der BM für Unterricht, Kunst und Kultur Claudia Schmied sehr gefiel: kurz nach Vorstellung der Kampagne der Schülerunion zauberte auch sie ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Schulen aus dem Hut!

 

Das neu angelegte „Learn 2 Fly“ aus dem Vorjahr wurde ins „Fly“ weiterentwickelt. Der Wirtschaftskongress fand in Eichgraben in Niederösterreich statt und war ein voller Erfolg. Der Schülerkongress fand erstmals in Schielleiten bei Hartberg in der Steiermark statt und behielt den Status „größter Schülerkongress Österreichs“.
Der große Erfolg der Arbeit zeichnete sich zum Ende des Jahres ab …. 24 von 29 Landesschulsprecherinnen und Landesschulsprechern konnte die Schülerunion in diesem Jahr für sich gewinnen!
Erstmals gab es einen Wahlkampfauftakt und ein gemeinsames Spitzenkandidatencoaching und ein gemeinsames Hauptthema: „Lehrfeedback“.
Das Motto: „Live Same Vision“ begleitete den gesamten Wahlkampf.

 

Sandra Spörk schloss im Herbst 2009 ihr Studium an der FH für Sozialarbeit in Floridsdorf ab.

Martina Kaufmann arbeitete nach der Schülerunion in der Bundespartei der Österreichischen Volkspartei und wechselte im Juni 2009 nach Graz in den Gemeinderatsclub der ÖVP, wo sie nun den Aufgaben in der Kommunalpolitik nachging. Ende Mai 2010 wechselte Martina als Prssesprecherin und Referentin für Kinderbetreuung und Sport zum Stadtrat für Familien, Kinder, Jugend und Sport in Graz. Sie ist Stadtobmann-Stv. der Jungen ÖVP Graz, sowie Landesobmann-Stv der Jungen ÖVP Steiermark und seit Herbst 2009 Landesobfrau des JAAB-Steiermark.

2008-2009

Bundesobmann: Matthias Hansy

Am 36. Bundestag übernahmen in Pöllau (Stmk) wieder zwei Niederösterreicher das Ruder innerhalb der Schülerunion: BO Matthias Hansy, zuvor NÖ-Landesobmann und Bundesschulsprecher, und BGF Georg Traxlmayr bildeten mit 13 weiteren jungen motivierten Persönlichkeiten das Team „schülerunion.inspired“ und starteten engagiert in ein ereignisreiches Jahr.

 

Der schiefe Test von PISA
Als BM Schmied im Frühjahr 2009 über Monate hinweg einen Stillstand in der Bildungspolitik verursachte, stellte die Schülerunion ein medial vielbeachtetes Ultimatum auf, mit dem sie die Unterrichtsministerin zur Aufnahme von Gesprächen mit der BSV und zur Umsetzung von drei schulpolitischen Forderungen drängte – andernfalls würde der anstehende PISA-Test boykottiert werden. Nach dem Verstreichen der Frist setzte die Schülerunion am 15. April gemeinsam mit Bundesschulsprecher Nico Marchetti unter großer medialer Beachtung ihre Ankündigung in die Tat um und binnen weniger Tage zeichnete sich ein klarer Erfolg des Boykottes ab, wodurch die Studie aufgrund zu geringer Beteiligung unbrauchbar wurde. Die Unzufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit der bisherigen Bildungspolitik eskalierte schließlich, als das Unterrichtsministerium die Streichung der schulautonomen Tage ankündigte und die Schülerunion mit einer Klagsdrohung in Millionenhöhe konfrontierte. Infolgedessen demonstrierten wenige Tage darauf rund 60.000 Schülerinnen und Schüler (allein 27.000 vor dem Parlament) gegen BM Schmied. Durch die Protestbewegung konnten Schmieds Pläne, die schulautonomen Tage abzuschaffen, schlussendlich verhindert werden. Die Klage wurde nach massivem öffentlichem Protest schließlich zurückgezogen. Aufgrund dieser Ereignisse hielt sich die Schülerunion mit hunderten Interviews zahlreicher Bundes- und Landesfunktionäre den gesamten April in allen großen Medien Österreichs.

 

LSV-Wahlen 2009
Die Entwicklungen dieses Jahres schlugen sich schließlich auch bei den LSV-Wahlen nieder: Die Schülerunion konnte eine überragende Mehrheit mit 23 von 29 BSV-Mandaten und 134 von 156 LSV-Mandaten erreichen, sowie Landesschulsprecherinnen und Landesschulsprecher in allen (!) Bundesländern (inklusive der damals bestehenden AKS-Hochburg Salzburg) stellen. Die AKS erreichte den historischen Tiefstand von vier Mandaten. Zwei Mandate entfielen auf unabhängige Schülervertreter.

 

Aktionismus
Mediales Aufsehen erreichte die Schülerunion auch mit einer kantigen Profilierung zur geplanten Zentralmatura („Rasenmäherpolitik“), sowie mit der Schlichtung des Kussverbotes in der HS Gunskirchen, welche die Schülerunion weltweit in die „Gossip“-Schlagzeilen brachte. Auch mit der extravaganten Pro-EU-Kampagne „Europa hautnah erleben“ sorgte die Schülerunion für Aussehen.

 

Neue Strukturen
Ein Hauptaugenmerk lag darüberhinaus auf dem Schaffen neuer Strukturen und moderner Infrastruktur. Im Bereich der IT wurden mit der Einführung eines Newsletters, einer Neugestaltung der Area51, einer neue Homepage und einer Seminardatenbank ein wesentlicher Schritt zur Modernisierung getan. Durch einen professionellen Imagefilm konnte sich die Schülerunion erfolgreich nach außen präsentieren. Ende Jänner initiierte Bundesschulsprecher Nico Marchetti das erste österreichweite Schülerparlament in Wien.

 

Veranstaltungen
Neben dem schulpolitischen Engagement durfte sich die Schülerunion über reges Teilnehmerinteresse an Mitarbeitercoaching („Fly“, Steyregg in OÖ), Wirtschaftskongress („Europize me“, Gnadenwald in Tirol) und Schülerkongress („Ab in den Dschungel“, Zeillern in NÖ) erfreuen.

 

Das Team „schülerunion.inspired“
Der Bundesvorstand 2008/2009 bestand aus: Matthias Hansy (BO), Georg Traxlmayr (BGF), Michael Schwanzer (Finanzen), Michael Glatter-Götz (BO-Stv., IT), Stephan Mlczoch (BO-Stv., Presse), Mira Oberkofler (BO-Stv., Schulrecht), Christina Ofner (BO-Stv., Trainer), Martin Schneider (BO-Stv., ORG), Christian Fiammengo (Internationales), Steffen Bergmeister (Multimedia), Mathias Bitsche (BSV-Betreuung), Andreas Dungl (Grafik), Viktoria Schwarzwald (GF-Unterstützung), Christoph Spörk (IT) und Nico Marchetti (Bundesschulsprecher).

2009-2010

Bundesobmann: Oliver Möllner

Der 37. Bundestag in Ossiach wählte nach langer Zeit wieder einmal einen Wiener zum Bundesobmann der Schülerunion – Oliver Möllner. Mit der Niederösterreicherin Clara Pitzinger als Bundesgeschäftsführerin und weiteren 12 Akteuren aus 7 verschiedenen Bundesländern bildeten sie den Bundesvorstand 2009/2010.

 

Im Schuljahr 2009/2010 war vor allem die Qualitätssteigerung bzw. das verbesserte Weiterbildungsangebot für die Mitarbeiter in der Organisation ein hohes Ziel. So standen in diesem Jahr neben dem Mitarbeitercoaching, das für 100 Personen Platz fand auch ein Aktionstagscoaching, bei dem 12 neue Aktionstagstrainer ausgebildet wurden zur Verfügung. Neben der Trainerausbildung, die auf 15 Teilnehmern aufgestockt wurde, fand erstmalig eine interne Trainerweiterbildung auf dem Programm. Der Wirtschaftskongress und Schülerkongress fand wie gewohnt statt.
Inhaltich präsentierte sich die Schülerunion mit ihrer Bürgerinitiative „Demokratie macht Schule – MEINE Meinung ist nicht wuaschd“ in allen Bundesländern. Mit insgesamt 12.000 Unterstützungserklärungen, fand sie auch den Weg ins Parlament, wo sie im Unterrichtsausschuss in mehreren Sitzungen den Parlamentariern von der Schülerunion und der Bundesschulsprecherin Pia Bauer präsentiert wurde.

 

Die LSV Wahlen begannen mit einem bundesweiten Wahlkampfauftakt, der in Mitten von Österreich, im schönen Zell am See stattfand. Aus ganz Österreich kamen die Kandidaten der Schülerunion zusammen, um noch einmal neue Motivation für die letzten Wochen bis zu den Wahlen zu sammeln. Dem Ziel die Schülerinnen und Schüler Österreichs als eine Schülerunion zu vertreten, konnte damit näher gerückt werden.
Das Ergebnis der LSV-Wahlen konnte sich sehen lassen. Die bis dato höchste Anzahl an Mandaten in der BSV wurde getopt: 24 von 29 BSV Mandaten stellte die Schülerunion, 3 die AKS und 2 verteilten sich auf Unabhängige Schülervertreter. Mit 129 von 156 Landesschülervertretern war die Schülerunion die stärkste Schülerorganisation in der gesetzlichen Schülervertretung im Schuljahr 2010/2011.

2010-2011

Bundesobmann: Oliver Möllner

Oliver Möllner kandidierte am 38. ordentlichen Bundestag in Wien abermals zum Bundesobmann, zu welchem er mit 92 % der Delegiertenstimmen gewählt wurde. Zusammen mit Isabell Bitschnau als Bundesgeschäftsführerin, Philipp Pinter, der in der Funktion des Bundesschulsprechers den Bundesvorstand unterstützte und dem 14 köpfigen Team, kommend aus 7 Bundesländern, gestaltete das Team „Adventure“ das Schuljahr 2010/2011. [Das Team: Oliver Möllner (W), Isabell Bitschnau (Vbg), Philipp Pinter (Bgld), Mijat Pejic (Ktn), Jim Lefebre (Stmk), Alina Eglhofer (W), Georg Grünstäudl (NÖ), Elisabeth Hütter (Stmk), Paul Pitzinger (NÖ), Nicolas Rathauscher (W), Viktoria Bacher (Tirol), Rene Jellitsch (W), Ara Karapetyan (W), Theresa Ungerböck (NÖ))

 

Dem inhaltlichen Seminar „UpDate“, das die Basis für die inhaltliche Arbeit in diesem Jahr legte, folgte im Dezember das traditionelle FLY, bei dem verstärkt auch neue Schülervertreter/innen aus den Bundesländern gefördert wurden. Von Beginn des Jahres war die Bundesleitung bemüht unter dem Motto „Eine Schülerunion“ alle 9 Landesorganisationen zu den Veranstaltungen der Bundesorganisation zu mobilisieren, das auch sehr gut funktionierte.

Die Aktionstags-Trainerausbildung, sowie die Seminar-Trainerausbildung konnte ebenso weitergeführt werden, wie die Trainerweiterbildung der erfahrenen Trainer der Schülerunion. Die Arbeit und Zusammenarbeit der Bundesleitung wurde maßgeblich auf den beiden Klausuren der Bundesleitung, jeweils zu Semesterbeginn gestaltet, wodurch die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Arbeit in den Ländern und der Bundesorganisation gesichert werden konnte.

 

„Do it yourself“ war das Schlagwort eines eigens neuentwickelten Politikplanspiels, das den Rahmen für den diesjährigen Wirtschaftskongress vorgab. Ein Schülerunions – TV Sender „Surf1“, eine Mediengruppe und 5 virtuelle Planspielgruppen sorgten für ein revolutionäres Wochenende, welches auch in Zukunft von Bedeutung sein sollte.

In Kooperation mit der Bundesschülervertretung und der engen Mitwirkung der Bundesländer konnte die größte Schülerumfrage Österreichs „Teach me if you can“ gestartet werden. 22.000 rückgesandte Umfragebögen gaben die Basis für die späteren Inhalte und sorgten für einen erhöhten Bekanntheitsgrad unter den Schülern Österreichs.

International versuchte man durch Kooperationen mit der Bundesjugendvertretung, der OBESSU oder Schülerorganisationen aus der Schweiz, Italien, Skandinavien, Deutschland und vor allem Holland europäische Schulpartner für die Interessen der Schüler zu finden. Die 3-tägige Reise nach Amsterdam zu unseren Freunden der „LAKS“ (Schülerorganisation Holland) war der Höhepunkt der Zusammenarbeit, der durch den Besuch der „LAKS“ in Wien im Frühling nochmals verstärkt wurde. Die gute Zusammenarbeit auch der Bayrischen Landesgruppe sollte durch den Besuch einer Delegation auf den jeweiligen Veranstaltungen unterstrichen werden.

 

Traditionellen Veranstaltungen, wie der Weihnachtsfeier, die mit 150 anwesenden Lerunios und Lerunias einen besonders hohen Stellenwert im Jahr hatte bzw. dem Schülerkongress im Schloß Zeillern, mit Live-Musik Auftritten und 160 anwesenden Teilnehmern, folgte ein actionreicher Wahlkampfauftakt, der dem diesjährigen Wahlkampfmotto „FORCA!“ alle Ehre erwies. Im – für die Schülerunion exklusiv gemieteten – Kinosaal feuerten die Kandidaten, Mitarbeiter, Funktionäre und Freunde der Schülerunion den offiziellen Start zu den LSV Wahlen an. Das Ergebnis der Landesschülervertretungswahlen kann sich allemal sehen lassen: 22 Mandate in der Bundesschülervertretung, 3 Bereichssprecher und wiederum das höchste Amt des Schülervertreters, der Bundesschulsprecher konnte durch die unermüdliche Arbeit der Landesorganisationen wiederum für die Schülerunion gewonnen werden. Eine noch nie dagewesene Wahlkampfmobilisation durch und mit den Bundesländern, sorgte für eine intensive Unterstützung der Länder und der Bundesorganisation.

Als Belohnung und Abschluss für das bisherige Schuljahr veranstaltete die Bundesorganisation am Bodensee in Vorarlberg das traditionelle Sommercamp, jedoch unter dem neuen Namen „SU Village“. Knapp 85 begeisterte Schülerunion Fans aus allen Himmelsrichtungen pilgerten für 3 Tage in das westlichste Bundesland um auch in den Sommerferien SU Feeling zu tanken. Ein abenteuerliches Programm mit einer Bootfahrt, dem Partyzug, einem Fußball Courtturnier, Zeltpartys, dem Seezugang oder dem Surf Radio sorgten für den wohlverdienten Abschluss für das Schuljahr 2010/2011.

2011-2012

Bundesobmann: Jim Lefebre

Beim 39. ordentlichen Bundestag in Innsbruck übergab Oliver Möllner nach zwei Jahren das Amt dem Steirer Jim Lefebre, der davor Internationaler Sekretär war. Nachfolger von Isabell Bitschnau wurde der ehemalige Obmann der UHS Oberösterreich Lukas Holter. Gemeinsam mit ihrem Team legten sie die Schwerpunkte in diesem Schuljahr auf inhaltliche Weiterentwicklung und interne Weiterbildung. Nach außen hin präsentierte sich die Schülerunion durch eine professionelle Pressearbeit gemeinsam mit der Bundesschülervertretung als die Ansprechpartner in Sachen Schülervertretung.

 

Zu den größten Highlights des Jahres zählten die Kampagne „Bildungsverlierer – wir wollen keine werden!“, mit welcher man sich gegen Schulabbrecher und für Lebensnahen Unterricht einsetzte und die Verschiebung der Einführung der Zentralmatura, die man nach intensiven Verhandlungen und einer starken Zusammenarbeit mit der Bundesschülervertretung für die Schüler erreichen konnte. Auch im Bereich des Service konnte der Bundesvorstand mit Neuauflagen verschiedenster Broschuren und Leitfäden alle Landesorganisationen unterstützen. Außerdem gelang es nach vielen Jahren erneut ein bundesweites Magazin, die „SU.DOKU“ mit Hilfe von Redakteuren aus allen Bundesländern zu gestalten.

 

Neben den vielen, mittlerweile traditionellen Veranstaltungen, wie dem FLY, dem Wirtschaftskongress und dem Schülerkongress, konnte mit der „Bildungstour“ eine schulpolitische Diskussions-Tour durch alle Bundesländer ins Leben gerufen werden, die den Grundstein für ein neues Grundsatzprogramm und ein neues Positionspapier schaffte, welche am 40.Bundestag in Salzburg beschlossen wurden. Bei den LSV-Wahlen gelang es, ein historisches Ergebnis zu erzielen und 27 von 29 Mandate in der Bundesschülervertretung zu stellen.

 

Zwischen 2013 und 2015 war Jim Lefebre Vorsitzender der Bundesjugendvertretung.

2012-2013

Bundesobmann: Daniel Perschy

Am 40. ordentlichen Bundestag in Salzburg wurde Daniel Perschy aus Wien zum Bundesobmann gewählt. Gemeinsames Ziel, mit Bundesgeschäftsführerin Vera Regensburger und seinem zwölf-köpfigen Team aus nahezu allen Bundesländern, war die Schüler in den Mittelpunkt der Arbeit zu rücken und Forderungen nicht vom guten Willen des Ministeriums abhängig zu machen.

 

Inhalte
Das Ziel war der „Idealen Schule“ näher zu kommen und das inhaltliche Interesse innerhalb der Schülerunion zu wecken. Um das zu erreichen wurden Schülerwerkstätten geschaffen – Workshops mit Schülerinnen und Schülern direkt an Schulen – damit deren Anliegen abgeholt und in den Mittelpunkt der Arbeit gerückt werden. Mit den Landesvorständen und Landesschülervertretungen wurde im Rahmen der Bildungstour über das Grundsatzprogramm und Positionspapier diskutiert. Neue Positionen wurden am 41. Bundestag in Linz abgestimmt.

Im zentralen Fokus standen folgende drei Themenbereiche: Schulautonomie, Talenteförderung und Mitspracherecht für Schüler. Der größte Erfolg war die Einführung des Bundesschulgemeinschaftsausschusses (BSGA) durch unseren Bundesschulsprecher Felix Wagner.

 

Seminare und Weiterbildungen
Zu Beginn des Jahres stand die Mitarbeiter-Aus- und Weiterbildung im Zentrum unserer Arbeit. Sie fand zum ersten Mal unter dem Namen „Level Up!“, an drei Standorten in Österreich statt, um Basiswissen für die Arbeit in den Landesvorständen zu vermitteln . Das Fly war weiterhin wichtiger Bestandteil des Jahresprogramms. Das Aktionstagstrainercoaching fand 2012/13 zum ersten Mal in Ost- und Westösterreich statt wodurch auch die Teilnehmerzahl verdoppelt wurde. Trainer konnten eine Weiterbildung für Klausuren absolvieren.

Beim Frühjahrsseminar drehte sich diesmal alles um die Europäische Union. Am neuen EU Convent wurden mittels eines Planspiels die Abläufe der EU erläutert. Über 120 Teilnehmer im Pannonia Tower (Burgenland) zeigten großes Interesse an dem Thema. Mit dem selbstentwickelten Planspiel wurde im folgenden Jahr sogar die nationale Ausscheidung des europäischen Jugend-Karlspreises gewonnen.

Das Highlight in jedem Schülerunion–Jahr ist der Schülerkongress. 250 Teilnehmer erlebten an vier Tagen die Welt der Schülerunion und tauchten unter dem Motto „Helden unserer Kindheit“ in die Faszination Softskills ein. Es wurden auch speziell Schüler ohne Funktion eingeladen, um dem großen Ziel dieses Jahres näher zu kommen: „Wir wollen eine Schülerunion und keine Schülervertreterunion sein!“.

 

Projekte
Neben der Schulstartaktion war die Schülerunion erstmals Teil eines Charity-Projekts namens „Fundament Bildung“. Mit der Hilfe von allen Mitgliedern und vielen Schülervertretern wurden € 26.678,44 gesammelt, wodurch ein Schulbau in Kenia finanziert wurde. Die Idee dahinter: Bewusstsein für unsere wichtige Ressource „Bildung“ schaffen!

Ein umfangreiches Projekt während des Vorstandjahres und wohl auch der größte Erfolg war die Umgestaltung der Corporate Identity. Die Bundesleitung war sich einig, dass die Schülerunion dringend einen neuen Anstrich notwendig hatte. Das Logo wurde verändert, die Farben wurden beibehalten. Alle Webseiten, der Social-Media-Auftritt, die Drucksorten und alle Werbemittel der Bundesorganisation und der Landesorganisationen wurden erneuert und im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Öffentlichkeit präsentiert. Somit war garantiert, dass die Schülerunion auch in den nächsten Jahren zeitgemäß auftritt.

 

Wahlen
Eine Wahltour mit über zehn Autos durch ganz Österreich, erleichterte allen Funktionären die Mithilfe bei den jeweiligen Wahlen. Mit einem Transporter wurden wichtige Materialien den Landesorganisationen zur Verfügung gestellt. Der unzerbrechliche Zusammenhalt und Aufwand in den härtesten drei Wochen des Jahres machte sich bezahlt: Die Schülerunion stellt im darauffolgenden Schuljahr 26 von 27 Landesschulsprecher, 149 von 156 Mandate der Landesschülervertretungen und zwei von zwei ZLA-Sprecher. Somit kommen 28 von 29 Vertretern der Bundesschülervertretung aus der Schülerunion. Das beste Ergebnis der Geschichte!

2013-2014

Bundesobmann: Thomas Gaar

Beim 41. Ordentlichen Bundestag in Linz am 10. August 2013 wurde der Steirer Thomas Gaar zum Bundesobmann gewählt und die Kärntnerin Martina Tiwald zur Bundesgeschäftsführerin bestellt. Die Schwerpunkte des 13-köpfigen Bundesvorstandes lagen im Kontakt zu Schülern, der inhaltlichen Arbeit und der Stärkung der regionalen Struktur.

 

Nachdem im Schuljahr 2013/14 zwei große Wahlen stattfanden, wurde mit einer Kampagne zur Nationalrats-Wahl und einer noch größeren zur EU-Wahl („Inspire Europe – Erwecke die EU in dir“) auf Schülerebene ein Zeichen für politische Bildung gesetzt. Doch nicht nur die Wahl war ein großes europäisches Ereignis aus Sicht der Schülerunion, sondern ebenso ein lange geplantes Projekt: Durch verstärkten Kontakt zu Schülerorganisationen in anderen Ländern in den letzten Jahren war es im April 2014 nun soweit. Die EUPAS – European Pupils Association – wurde unter österreichisch/deutscher Federführung mit fünf anderen Ländern gegründet. In der EUPAS agierten Thomas Gaar als General Secretary und Stefanie Torres (internationale Sekretärin) als Vice-Chairman und später als President maßgeblich mit.

 

Auf bildungspolitischer Ebene konnte auch einiges weiter gebracht werden. In der Regierungsvereinbarung von SPÖ und ÖVP fanden sich Punkte wie das gesetzliche Schülerparlament und die Verankerung des B-SGA wieder. Im Dezember gab es viele Verhandlungsrunden mit dem BIFIE und dem Unterrichtsministerium rund um das Thema Zentralmatura. Selten war die Stimme der Schülervertretung so gewichtig, dass auf etliche Forderungen der Schülerunion eingegangen wurde (Probeschularbeiten im Zentralmatura-Format, Online-Lernplattform, Notenschlüssel-Korrektur in Englisch, etc.).

 

Die Marke Schülerunion konnte nach Innen und Außen um einiges gestärkt werden. Mit dem Projekt AGENDA.SCHÜLERUNION wurden alle Funktionäre zur weiteren Entwicklung der Organisation befragt. Mit einer eigenen Schülerunions-App wurde Schülern ein zusätzlicher Nutzen generiert. Außerdem wurde ein Online-Merchandising-Shop mit einigen Artikeln eingerichtet und der jährlich ausgeteilte Schülerkalender wurde durch ein moderneres Schulheft ersetzt. Vier große Seminare (Level Up, Fly, EU-Convent und Schülerkongress) rundeten das Jahr stimmig ab.

 

Bei den LSV-Wahlen konnte man den Erfolgslauf der letzten Jahre fortsetzen und 25 der 28 BSV-Mitglieder (aus dem ZLA-Bereich wurden wegen Formalfehler nur eine Person gewählt) kommen aus dem Kreise der Schülerunion.

2014-2015

Bundesobmann: Felix Wagner

Am 42. Bundestag in Graz wurde der ehemalige Bundesschulsprecher und Niederösterreicher Felix Wagner zum Bundesobmann gewählt. Mit ihm trat die Burgenländerin Julia Trinko das Amt der Bundesgeschäftsführerin an. Die Schwerpunkte ihres Vorstandsjahres waren die interne Mitarbeiterweiterbildung und die Schärfung des inhaltlichen Profils der Schülerunion.

 

Erstmals fand ein bundesweites internes Mitarbeitercoaching für High Potentials statt. Unter dem Namen „Big MAC“ wurden achtzehn Neulinge 4 Wochenenden lang auf ihre Laufbahn als Funktionäre vorbereitet. Weiter wurde in eine bundesweite Hardskill-Ausbildung für angehende Filmer organisiert, aus der sechs motivierte Lerunios herausgingen, die noch lange in der Schülerunion Seminar-, Kampagnen- und viele weitere Filme produzierten.

 

Zur Schärfung des inhaltlichen Profils arbeitete die Bundesleitung unter Einbezug aller Mitglieder in einem langen Prozess an einem Vision Statement für die Schülerunion. Mit Februar war es soweit und das Vision Statement war entstanden. Auf dem darauffolgenden Bundestag wurde selbiges abgestimmt und im Grundsatzprogramm verankert. Ebenfalls erstellte die Bundesleitung erstmals ein Konzeptpapier, in dem fortan sämtliche inhaltlichen Konzepte gesammelt werden sollten, um das Grundsatzprogramm und Positionspapier sinnvoll zu ergänzen. Einige Konzepte für selbiges Papier wurden im „TONI“ – „Think of new Ideas“, einem Think-Thank Prozess, welcher sich über das ganze Jahr zog, erarbeitet.

 

In der Öffentlichkeit stand die Schülerunion wegen des ersten flächendeckend verpflichtenden Durchgangs der Zentralmatura an den AHS. Hier organisierte sie die Kampagne „Für genug Vorbereitungsstunden!“, da selbige drastisch gekürzt werden sollten. Im Frühjahr fand außerdem die Kampagne „Planlos“ statt, bei welcher mit einem Videos, Streetactions und zahlreichen bildungspolitischen Podiumsdiskussionen darauf hingewiesen wurde, wie „planlos“ unser Bildungssystem dasteht.

 

Bei den Wahlen zur Landesschülervertretung gewann die Schülerunion beachtliche 27 von 29 Mandate in der Bundesschülervertretung und 140 in den Landesschülervertretungen.

2015-2016

Bundesobmann: Philipp Kappler

Am 8. August 2016 wurde der ehemalige Kärntner Landesobmann Philipp Kappler zum Bundesobmann gewählt und die Salzburgerin Astrid Wallinger zur Bundesgeschäftsführerin bestellt. Die Schwerpunkte des 12-köpfigen Bundesvorstandes langen auf der bildungspolitischen Arbeit, der Datenverwaltung der Schülerunion und der internen Mitarbeiterausbildung.

 

Zum inzwischen schon zweiten Mal fand das Mitarbeitercoaching der Schülerunion statt, bei dem 13 Neulinge über 3 Wochenenden hinweg wertvolle Skills für ihre Zeit in der Schülerunion gelernt haben. Des Weiteren fanden wieder Weiterbildungen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement statt. Das Angebot konnte mit einer Layoutausbildung und einer Ausbildung für Aktionstage abgerundet werden.

 

Erstmals benutzte die Schülerunion ein professionelles Mailingprogramm, um ihre Zielgruppe noch besser erreichen zu können. Im Zuge dieses Prozesses wurde auch die Homepage umgestellt und erneuert, was ein wichtiger Schritt war, um den Onlineauftritt zu verbessern. Ebenfalls wurde das Konzeptpapier durch ein von über 100 Mitgliedern ausgearbeitetes Konzept zur Digitalisierung und ein Papier zu Flüchtlingen im Österreichischen Schulsystem ergänzt.

 

In der Öffentlichkeit war die Schülerunion vor allem durch die Bildungsreform sehr präsent und konnte sich im Zuge dessen für Österreichs Schülerinnen und Schüler einsetzen. Mit der Kampagne „#unverzichtbar“ wurde mithilfe von Streetactions, Videos und zahlreichen Terminen bei Stakeholdern auf die Leistung von Ehrenamtlichen in Österreich, insbesondere auch im Bildungssektor aufmerksam gemacht. Ein weiterer wichtiger Punkt war natürlich wieder die Zentralmatura, die dieses Jahr auch erstmals flächendeckend in den BHS stattfand.

 

Bei den Wahlen zur Landesschülervertretung konnte der Erfolgslauf der Schülerunion während der letzten Jahre mit beachtlichen 26 von 29 Mandaten in der Bundesschülervertretung und 139 in den Landesschülervertretungen fortgesetzt werden.

2016-2017

Bundesobfrau: Michaela Oppitz

Nach jeweils einem Jahr als AHS-Landesschulsprecherin und als Bundesvorstandsmitglied wurde die Oberösterreicherin Michaela Oppitz am 44. Bundestag in Velden am Wörthersee zur neuen Bundesobfrau gewählt. Als Bundesgeschäftsführer unterstützte sie der ehemalige Landesobmann der Schülerunion Niederösterreich Sebastian Lembacher. Der Schwerpunkt des Jahres war es die bildungspolitische Arbeit mehr in den Fokus zu rücken und hier auch mit der Ausgestaltung der Veranstaltungen Folge zu leisten.

 

Resultierend aus diesem Schwerpunkt wurde mit der Bildungskonferenz eine ganz neue Veranstaltung geschaffen bei der es darum ging der Funktionärinnen und Funktionären die Möglichkeit zu geben sich ihr ideales Bildungssystem zu schaffen und Grundsätzliches zu diskutieren. Inspiriert von Keynote-Speakern wurde 2 Tage lang gebrainstormt, konzipiert, diskutiert und schlussendlich viele gänzlich neue Zugänge zu Bildung präsentiert.

 

Es wurde in diesem Jahr auch versucht in Themenbereich in denen bisher in unserem Positionspapier noch nicht jene Fülle vorhanden war, wie sie gewünscht war, das vorhandene Potential auszuschöpfen. An drei verschiedenen Standorten verteilt in ganz Österreich wurde über Integration, Berufsschule und Pflichtschulen diskutiert. Viele der dort gefunden Forderungen haben am Ende des Jahres zu einer Schärfung unseres Positionspapiers beigetragen.

 

Bildungspolitisch wird in diesem Jahr vor allem das Schulautonomiepaket in Erinnerung bleiben. Bei dem in langen Verhandlungen die Positionen der Schülerunion zum Teil Anklang gefunden. Einerseits ist der Begriff Schulautonomie stark von der Schülerunion geprägt, andererseits konnten wir Forderungen wie die Verankerung eines Schulpartnerschaftlichen Gremiums auf Landesebene sowie Lehrerfeedback im Vorschlag der Ministerin wiederfinden. Ob dieser dann schlussendlich noch im vollen Umfang zur Abstimmung gebracht wurde, konnte in dieser Amtsperiode nicht mehr in Erfahrung gebracht werden.

 

Im Rahmen des Wahlkampfes wurde die österreichweite Forderung nach mehr Talentförderung  thematisiert und dazu eine Kampagne gestartet. Schlussendlich gewann die Schülerunion beachtliche 24 von 29 Mandate in der Bundesschülervertretung und 140 in den Landesschülervertretungen.