Heinisch-Hoseks Erkenntnis des Tages

Heinisch-Hoseks Erkenntnis des Tages

Bezugnehmend auf das KURIER-Interview vom 13.02.2016 (Bernhard Gaul)

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Heinisch-Hosek!

 

Die Volksschule ist ja eine Gesamtschule. Warum behebt sie die Defizite nicht?

Weil die Kinder ja im gleichen Alter nicht das gleiche Bildungsniveau haben. (…)

 

Wir bedanken uns herzlichst bei Ihnen und gratulieren Ihnen zu dieser Erkenntnis! Wir freuen uns, dass Sie unser Argument „Schülerinnen und Schüler sind Individuen und gehören individuell gefördert“ endlich anerkennen. Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Begabungen und brauchen unterschiedliche Fördermaßnahmen – genau das garantiert das differenzierte Schulsystem! Wir freuen uns umso mehr, dass Sie somit ein klares Commitment in Richtung „Beibehalt und Weiterentwicklung des differenzierten Schulsystems“ abgegeben haben. Laut Ihrer Argumentation bedarf es unterschiedlicher Unterrichts- und Fördermaßnahmen. Das freut uns!

 

Wir gehen vollkommen d’accord mit Ihnen: Es braucht ein zweites, verpflichtendes Kindergartenjahr zur besseren Vorbereitung auf den Schuleinstieg. Unterschieden werden muss aber, ob das Kind die Vorbereitung benötigt bzw. ob es ebenso ohne zweites Kindergartenjahr geht. Bei mangelnden Deutschkenntnissen oder Entwicklungsrückständen z.B. ist es für Kinder sicherlich förderlich, hier ein extra Jahr zur Verfügung gestellt zu bekommen. Sollte es jedoch keine akute Förderungsnot geben, muss die Entscheidung den Eltern obliegen.

Wir freuen uns ebenso, dass Sie einen besseren Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule fordern. Auf Erfahrungen der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen zurückzugreifen bringt der Entwicklung der Kinder immens viel!

 

Wir hoffen, Ihnen bald unsere Konzepte zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems präsentieren zu können. Wir garantieren vielfältige Maßnahmen – von einer modularen Oberstufe, Talenteförderung, dem Pflichtfach Politische Bildung bis hin zu echter Schulautonomie ist für jede und jeden – auch bestimmt für Sie – etwas dabei!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Philipp J. Kappler

Bundesobmann der Schülerunion